Vom Korn zum Brot

01.03.2026 – 14.30 Uhr (Rittersaal) ➳

Vortrag von Manfred Kirchner.

Ein Blick in die Backstuben von Schloss Herzberg um 1650.

Brot spielte in nahezu allen Kulturen der Welt eine zentrale Rolle. Während es heute selbstverständlich auf unseren Tischen steht, war seine Herstellung früher mit großem Aufwand verbunden. Welche Bedeutung Brot am Fürstenhof in Herzberg um 1650 hatte, lässt sich anhand zahlreicher zeitgenössischer Dokumente nachvollziehen, die Manfred Kirchner ausgewertet hat.

Der Referent öffnet nicht nur den Blick in die damaligen Backstuben des Schlosses, sondern führt die Besucher auch in die Hofküche sowie in das alltägliche Leben der Bauern ein, die durch Hand- und Spanndienste sowie durch die Ablieferung des Zehnts zum Unterhalt des Fürstenhofs beitrugen.

In angenehmer Atmosphäre – begleitet von Brot nach Rezepten aus jener Zeit – nimmt Kirchner die Gäste mit auf eine Reise in die Mitte des 17. Jahrhunderts. Er stellt die Backordnung, die Küchenordnung und verschiedene Register des Schlosses vor, darunter Butter, Korn, Salz und Küchenregister sowie die Saalbücher. Auch die Klage der Hattorfer Bauern von 1617 wegen zu hoher Zehntabgaben wird thematisiert. Zudem zeigt er anhand alter Bauakten die historischen Standorte von Schlossküchen, Backstube, Backhaus und Konditorei. Ein Blick auf den Flecken Herzberg und seine Bäckerzunftordnung um 1700 rundet den Vortrag ab.

Der Vortrag steht in Verbindung mit der Sonderausstellung „Brot Zeit“ im Museum des Schlosses. Eine Besichtigung vor dem Vortrag wird empfohlen. hier

Termin: Sonntag, 01. März 2026, 14:30 Uhr, Rittersaal von Schloss Herzberg
Eintritt: frei – für Brot und Getränke wird um eine kleine Spende gebeten.
Veranstalter: Museum Schloss Herzberg

Auszug aus der Backordnung